Ein Fuß wäscht den anderen

Gerade habe ich einen kleinen Pakt geschlossen. Meine Kumpels Zeus und Petrus, welche sich beide seit langem nebenberuflich auf dem Gebiet des Wetters zu profilieren versuchen, hatten keine Karten mehr für die Deutschlandpremiere von “Predators” bekommen. Weil ich aber eine kleine Nebenrolle in diesem Streifen habe (der Wald) konnte ich sie auf die Gästeliste setzen. Im Gegenzug werden sie am 31.07.2010 den Luftraum über Friedrichshagen für Wolken sperren, damit mein grandioses interaktives Ein-Mann-Playback-Theaterstück “Das noch neuere Testament”, welches an diesem Tag auf der gigantischen Freilichtbühne Friedrichshagen stattfindet, nicht Opfer eines terroristischen Regenanschlages wird. Ich weiß, es gibt auch friedliche Wolken, die es natürlich gar nicht gern sehen, wenn man sie in eine Schublade steckt mit diesen tiefgrauen Fieslingen, bei denen die Tropfen sehr locker sitzen. Aber wenn es um unsere Sicherheit geht, müssen wir wachsam sein und dürfen uns nicht durch sentimentales Geschwafel beirren lassen! Unzählige Beispiele belegen, wie schnell aus einer kleinen, niedlichen, weißen Schäfchenwolke ein unbarmherziges Gewitter-Monster werden kann. Ich sag euch, die Typen sind doch alle gleich! Allet eene Soße! Kennste een, kennste alle! So wat wollen wa hier nicht! WOLKEN RAUS! WOLKEN RAUES!

Diese und nächste Woche

Eben bekam ich einen Brief von mir selbst. Ich hatte ihn in der Zukunft geschrieben und in der Vergangenheit abgeschickt. Der Grund dafür war eine katastrophale Weltsituation in 10 Jahren (Kriege, Hungersnöte, Seuchen etc.), verursacht durch mich (unbeabsichtigt!). Genau genommen habe ich nur etwas unterlassen, was diese Katastrophen hätte verhindern können. Wäre nämlich Stanislaw James Hoorgenvaars Präsident geworden, und nicht Abdul Mbomo Grünberg, sähe die Zukunft anders aus. Doch Hoorgenvaars fällt morgen in Bayreuth einem Taschendieb zum Opfer, und Grünberg wird in einer Woche bei Köln von einem kosmischen Blitz getroffen und besitzt fortan Superkräfte. Doch ich könnte das verhindern. Wenn ich nämlich bekanntgebe, dass am 24.06.2010 ab 21:30 im Kölner CINEDOM die Deutschlandpremiere der ersten Folgen von METALOCALYPSE stattfindet (einer amerikanischen Zeichentrickserie, deren deutschsprachige Fassung unter anderem MEINE STIMME enthält), geht Grünberg nämlich dort hin, und der Blitz trifft nur einen Hasen.
Und wenn ich weiterhin bekanntgebe, dass ich morgen, also am 17.06.2010 im Glashaus Bayreuth mein Theaterstück “Das noch neuere Testament” aufführe, werden die Straßen verstopft sein, und Hoorgenvaars gerät 10 Minuten später in die dunkle Seitengasse, wenn der Taschendieb schon fort ist. Mein Auftritt übermorgen im Alten Gasometer Zwickau hat zwar keine Auswirkung auf das Weltgeschehen, aber wenn ich schon mal dabei bin …

Dresden

Da “Dresden” mit “-en” aufhört, könnte es auch ein Verb sein. Also “dresden”. Das hätte Vorteile, denn dann bräuchte ich jetzt nicht so viel zu schreiben. Statt “Heute werde ich in Dresden sein” nur: “Heute werde ich dresden.” Sicherlich könnte manch einer etwas unanständiges vermuten. Ist ja meist so, wenn die Leute was nicht verstehen. Dann denken die immer gleich, es wäre was verbotenes: “Ey, du, ich werde die Olle heute mal so richtig durchdresden!” oder: “Ich will nur dresden, dresden, dresden, dresden!” oder: “Wie lange habe ich eigentlich nicht mehr gedresdet?” Aber glücklicherweise habe ich auch gleich die Auflösung, was es bedeutet, zu dresden: SCHAUT HIER!

Alternative zum Ticketkauf 2

Ein sehr altes Gedicht, das ich Anfang dieses Jahrtausends im Knorkator-Buch “Des Wurzels Zweig” veröffentlichte, HIER einmal auf spezielle Weise dargeboten.

Alternative zum Ticketkauf

Um euch das sinnlose Geldausgeben zu ersparen, läd der Meister so nach und nach kleine Teile seines kürzlich mitgeschnittenen Berlin – Auftritts im Netz hoch.
Fiel Schbaß.

Nur was für die absoluten Knorkator-Hardcore-Fans:

Wer in den Jahren 1999 – 2000 einem Knorkator-Konzert beiwohnte, wird sich an 3 Background-Miezen erinnern. Ich schreibe bewusst nicht Background-Sängerinnen, weil sie alles mögliche taten – außer Singen. Sie trugen die Künstlernamen Akne, Broiler und Kohlrabi. Akne machte später unseren T-Shirt-Verkauf, Boiler habe ich aus den Augen verloren, und Kohlrabi wohnt jetzt auf einer einsamen Insel namens Mallorca. Ihr Bürgerlicher Name ist Schnert, und vor ein paar Tagen nutzte ich die Chance, mit meinem sinnlosen Sohn auf Malle umsonst zu wohnen. Tschaka! Schnert wohnt nicht in Palma (wo hier immer so mit Disco, Ficken und Sangria) , sondern in einer kleinen Hafenstadt namens Cala Ratjada. Irgendwie frage ich mich, wie die das da unten hinkriegen, dass alles immer geil aussieht. Die Bäume, die Häuser, das Meer, selbst eine kaputte Mauer, wo ein Stück verrostetes Eisen rausguckt, sieht richtig schick aus. Und wenn Hunde an eine Häuserwand pissen, ergänzen sich die Farben grandios. Jedenfalls in diesem kleinen Fischerörtchen wohnt Schnert. Und seit einem Jahr hat sie eine Kneipe namens “Carma”. Ist nix Aufgregendes, keine schillernde Disco, und auch kein perfektes Strandcafé mit Meerblick. Einfach eine kleine gemütliche Kneipe am Pinienplatz. Und wenn sie dort hinter dem Tresen steht und in souveränem Spanisch den Leuten ihren Feierabend versüßt , bin ich ein wenig stolz, sie zu kennen. Und warum zum Teufel krieg ich ausgerechnet jetzt keine Fotos hochgeladen?!?

Altersvorsorge

Aufgrund des demnächst drohenden Meteoriteneinschlags habe ich die Staatsbürgerschaft in Sierra Leone beantragt und als Bestechung mein gesamtes Vermögen gespendet. Das liegt nicht an der zu erwartenden Einschlagstelle. Nein, diese steht noch nicht fest, und theoretisch besteht noch immer die Möglichkeit, dass er mir direkt auf den Kopf fällt. Was mich dazu bewegt, meine neue Heimat ausgerechnet dort zu suchen, wo sich kein vernünftiger Mensch auch nur in die Nähe wagt, will ich im Folgenden erklären:
Der Jahrhundert-Impact wird auf der ganzen Erde weitreichende Folgen haben. Hungersnöte, Anarchie, erbitterte Kriege um die mageren Ernten – kurz: der Zusammenbruch der gesamten Sozialstrukturen, wie wir sie kennen. Das Leben wird hart! Ein gutes Wort wird nichts mehr nützen gegen Knarren und Macheten. Eigentlich habe ich keine Überlebenschance in so einer Welt. Ich kann kein Karate, erschieße ungern andere Menschen, und es widerstrebt mir, mich mit Ellenbogen vorzudrängeln. Die einzige Chance, die ich habe, ist die Mitgliedschaft in einer starken Gemeinschaft. Doch wo finde ich die? Mein jetziger Freundeskreis besteht aus empfindsamen Künstlerseelen und übergewichtigen Fans, die den ganzen Tag in die Glotze kieken und Chips fressen. Die werden garantiert zu den ersten Opfern der neuen Welt zählen. Überhaupt hat die gesamte nördliche Hemisphäre keine Chance. Wir sind doch alle vom Wohlstand verweichlichte Taugenichtse! Und unsere schönen Panzer werden zu Ballast, wenn der Sprit ausgeht. Nun schauen wir uns doch mal mein künftiges Heimatland an: Die Bevölkerung dort hat sich in den letzten 50 Jahren vervierfacht! Und das trotz permanenter Hungersnöte und Gemetzel. Der typische Bürger von Sierra Leone trägt Erbgut in sich, das mehrere Generationen in der Hölle überleben ließ. Wenn irgend jemand in der Welt von morgen eine Überlebenschance hat, dann diese Leute, die seit Jahrzehnten nichts anderes tun, als zu hungern und zu kämpfen. Tja, deshalb werde ich mich rechtzeitig bei ihnen einschleimen – und von euch Weicheiern will ich nix mehr wissen. Tschüss!

Ken

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Wichtige Fakten!

Guten Tag.
Zum Ersten möchte ich euch informieren, dass das Universum inzwischen die beiden Tage “25.02.2010″ und “26.02.2010″ als erledigt abgehakt und ins Gebiet der Vergangenheit umgesiedelt hat. Für mich waren diese Tage sehr amüsant; Berlin und Schwerin können sich nun als “geatort” bezeichnen. Oder lieber “veratort”? Vielleicht sogar “zeratort”?
Wie dem auch sei, als nächstes ist Rostock dran. Am 06.03.2010 werde ich den MAU (das MAU?) atorn. Nee, das Wort ist Scheiße. Wie wäre es mit “atorisieren”? Besser, oder? “Hiermit seid ihr offiziell atorisiert!” Perfekt.
Leider gibt es auch eine traurige Nachricht. Köpenicker Wissenschaftler (es müssen ja nicht immer Amis sein!) haben festgestellt, dass der Asteroid MB500SL am 13.03.2010 mit der Erde kollidieren wird. Die Einschlagskoordinaten sind: Freiberg. Deshalb muss der für diesen Tag geplante ALF-ATOR-Auftritt im Freiberger Train Control leider abgesagt werden. Mir würde so ein lächerlicher Asteroid natürlich nichts anhaben können. Aber ihr seid ja aus Fleisch und Blut, und das ist bekanntermaßen nicht das widerstandfähigste Material. Ich muss mit dem kleinen Gott mal ein ernstes Wort reden, ob er denn bitte nichts besseres zu Verfügung hatte. Ich meine, ihr müsst ja damit leben. Er nicht.

Sonntag 17:05

Ja, es ist mir ein Bedürfnis, auch mal Werbung für andere zu machen. Diesmal: Ken Jebsen! Ein Ausnahmemoderator mit seiner aufwühlenden wöchentlichen Action-Show “KEN FM” auf Radio FRITZ. Ein toller Typ, ein Wahnsinniger, einer, der die schnöden Grenzen des Radios mit Füßen tritt! Und wer mir das nicht glaubt, der soll sich am kommenden Sonntag seine Show reinziehen. Von 14:00 bis 18:00 Uhr gehört ihm das Universum, und er ist ein guter Tyrann! Ganz besonders deutlich wird seine Genialität um 17:05, wenn er einen Künstler zu Gast hat, dessen Namen ich hier nicht aussprechen möchte, weil es ja ausnahmsweise mal keine Werbung für mich sein soll.

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